Warum Halloween in den USA Populär wurde

Nordamerika war einst noch mehr als heute ein Land der Einwanderer. Versucht man heute nur noch reiche und qualifizierte Einwanderer rein zu lassen, so ging es in der Siedlungszeit darum, möglichst viele Menschen als Arbeitskräfte zu gewinnen. Da es sich zuerst um englische Kolonien handelte, immigrierten vor allem Menschen aus dem United Kingdom. Aus vielen Ländern wie Frankreich oder Russland immigrierten weit weniger Menschen. Den künftigen Zusammenhalt kann man jedoch gut über gleiche Wurzeln festigen. Somit mag es eine geheime Taktik des Empires gewesen sein, gerade Irland wirtschaftlich zu schwächen, damit weit mehr Iren einfach aus Verzweiflung auswandern müssen. Es gab in England eine Phase der industriellen Blüte, in der Irland jedoch unter ging. Dortige Grundbesitzer enteigneten die Bürger und vertrieben diese, um Schafe zu halten. Die einfachen Menschen waren ihrer Lebensgrundlage beraubt und lebten in ärmlichsten Verhältnissen. Die neue Welt hingegen versprach eine bessere Zukunft mit Heim, Land, Arbeit und Wohlstand. Den Menschen der alten Welt wurde jedoch etwas vorgemacht, da gerade die Gründer- und Siedlungsphasen in den USA für einfache Menschen wirklich eine andauernde Entbehrung darstellte. Das galt besonders für die frisch eingewanderten Menschen, die auch in Städten meist ganz unten anfingen. Viele Einwanderer lebten in bescheidenen Verhältnissen und brachten es erst in folgenden Generationen zu Wohlstand. Jedoch hatten arme Europäer eine Perspektive.

Die Iren wurden zufällig oder gezielt in Massen umgesiedelt und lebten in der neuen Welt ihre Bräuche weiter aus. Sie ließen sich hierbei kaum übersehen. Iren feiern und trinken viel, sind dabei laut und gesellig und bleiben nicht nur unter sich. Die Iren hatten natürlich eine enge Gemeinschaft aber mischten sich im alltäglichen Leben mit anderen Nationalitäten. Diese feierten mit und übernahmen dabei Bräuche. Halloween war als Feierlichkeit in der Form vorher nur in Irland bekannt, wurde nur von Iren gefeiert aber da es ein schönes Fest ist, übernahmen es viele Menschen gerne. Sie lebten die Rituale und Bräuche häufig aus, ohne ihren genauen Ursprung zu kennen. Wurden in Irland bei Halloween erst Rüben geschnitzt, so gab es in der neuen Welt weit mehr Kürbisse, die sich weit besser zum Schnitzen und Beleuchten eignen. Dass Halloween hierbei ursprünglich eine irische Weiterentwicklung von dem in Europa praktizierten Totenfest mit Geisteraustreibung war, werden viele nicht gewusst haben. Dieses einstige Ritualfest wurde nach der christlichen Missionierung schnell mit dem christlichen Feiertag Allerheiligen ausgestattet, um eben nicht mehr heidnisch zu sein.

Als Brauchtum hat Halloween viele tragende Punkte: Die Ernten sind am 31. Oktober und 1. November eingefahren, die Menschen können kurz durchatmen, sie haben jedoch für den Moment im Überfluss. Zudem werden die Tage kürzer, man muss sich bereits auf den Winter einstellen. Es ist jedoch noch warm genug, um sich nicht in beheizten Räumen verschanzen zu müssen. Es ist somit der letzte Zeitpunkt, um noch ausgiebig im Freien feiern zu können. Dank kurzer Tage kommen Feuer und Kerzenlicht weit besser zur Geltung. Es ist in der Dämmerung bereits schaurig. Jetzt Fratzen in beleuchtete Kürbisse zu schnitzen kann als Brauch bei der grausig gruseligen Maskerade zu Halloween nicht untergehen. Dass es ursprünglich nicht allein um die Unterhaltung sondern um das Austreiben von Geistern und dem Gedenken der Toten geht, ist in den USA noch bekannter als in Deutschland. Dennoch scheint sich der Halloweens-Brauch auch hier, vor allem im Süden des Landes, immer weiter zu etablieren. Geschnitzte Kürbisse dürfen hierbei als Visitenkarte der Feier nicht fehlen!

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